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Blümel - Schreibweisen und Fundstellen

 Man kann auf vielfältige Weise mit der Ahnenforschung beginnen. Wenn man noch irgendwelche Ahnentafeln oder Stammbücher von seinen Vorfahren hat, kann man sich viel Zeit ersparen. Aber wenn man sich Generation für Generation zurück arbeiten muss, dann hat man ein riesiges Puzzle vor sich, welches nur über einen langen Zeitraum zu lösen ist. Dann wird Ahnenforschung zwangsläufig zum Hobby.

 
Neben Recherchen im Internet, in Ämtern und in allen möglichen Archiven, gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, sich auf die Spuren der eigenen Vorfahren zu begeben. Und wenn man dann sehr weit in die Jahrhunderte zurück geht, dann stellt man fest, dass die Aufzeichnungen immer spärlicher werden und irgendwann gibt es keine Dokumente mehr, entweder weil keine gemacht wurden oder weil sie durch Brände oder Kriege verloren gingen.

 
Eine der frühesten Quellen für Recherchen nach dem Familiennamen sind die Seelenliste von 1651 und die Berni Rula von 1654. Familiennamen aus ganz Böhmen wurden dort erstmals verzeichnet, teilweise aber nur vom Hausherrn.

Auszug aus der Berni Rula



Bezogen auf meinen Familiennamen fand ich in der Seelenliste von 1651 nachfolgenden Personen:
 
Adam und Martin Blimel aus Himmlisch Ribnei (Nebeská Rybná), eines
Fridrich Blimel und einer Anna Blimelova aus Petersdorf (Petrovice) sowie eines
Jirik (auch Georg) Blimmel aus Zöllnei (Celné)

 
Soweit die betroffenen Personen selbst nicht lesen oder schreiben konnten, was zur damaligen Zeit sehr weit verbreitet war, wurden die Namen vermutlich phonetisch niedergeschrieben, wodurch es zu unterschiedlichen Schreibweisen des Familiennamen oder des Vornamen kam.


 So habe ich in Dokumenten des 17. Jahrhunderts die Schreibweisen Bliemel, Blimel, Bliemmel, Blimmel und Blümel gefunden. Aus einigen Dokumenten habe ich auch die tschechische Schreibweise des Familiennamens Blümel, nämlich Blymel, anlässlich der Erfassung im Theresianischen Kataster von 1713, gefunden.
 
 Auf dem amerikanischen Kontinent wurde zumindest teilweise die Schreibweise (und spätere Aussprache) von Blümel zu Blumel. Ganz offensichtlich lag dies daran, dass das -ü- bereits bei der Erfassung in den Schiffsmanifesten mit einem -u- ersetzt wurde.
 
Auf den folgenden Seiten habe ich meine Familiengeschichte kurz zusammen gefasst. 

 

9. Generation - Oberurgroßeltern - George Blümel und Justina


 Meine Vorfahrenlinie konnte ich bis zur Familie des Georg Blümel (1607 - 1663) und seiner Ehefrau Justina (1606 - 1665) zurück verfolgen. Heirats- oder Geburtseintragungen gab es noch nicht, so dass ich über die Herkunft keine weiteren Hinweise habe.

 Noch während des 30-jährigen Krieges bekamen Georg und Justina 1642 einen Sohn, den sie George tauften.
Nach 1642 dürften sie in Oberdorf vermutlich Haus Nr 10 gewohnt haben. Beide Personen sind im Sterberegister von Rokitnitz - Oberdorf - verzeichnet.


 

 Schreibweisen des Familiennamens:


Bei Geburt des Sohnes Georg 1642: George Blümeln

1. Sterbeeintrag George 1663 (linkes Bild - 1. Zeile): "George Blimel begraben aus dem Oberdorf, 56 Jahre"

2. Sterbeintrag Justina 1665 (rechtes Bild - 3. Zeile unteres Drittel): 20. Juni 1665 „Justina George Blimels hintterlaßne Wittib begraben, 59 Jahre“

Historischer Rahmen

 
Zunächst eine Übersicht der böhmischen Könige und österreichischen Kaiser aus dem 17. Jahrhundert:

Name Regentschaft als Böhmischer König Regentschaft als Deutscher Kaiser
Rudolf II.  1575 - 1611  1576 - 1612
Matthias II  1611 - 1617  1612 - 1619
Ferdinand II.  1617 - 1618  
Friedrich v.d. Pfalz  1619 - 1620 (Gegenkönig)  
Ferdinand II.  1620 - 1627  1619 - 1637
Ferdinand III.  1627 - 1657  1637 - 1657
Ferdinand IV.  1646 - 1654  
Leopold I.  1657 - 1705  1658 - 1705

Quelle: Wikipedia.org - "Liste der böhmischen Herrscher"


Es war die Zeit von Ferdinand II. aus dem Hause Habsburg. Er war König von Böhmen und ab 1619 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Er regierte das Land in absolutistischer Form. Obwohl Kaiser Rudolf I. bereits 1609  den Ständen Religionsfreiheit zugesichert hatte, versuchte dessen Bruder und Nachfolger Matthias diese Zusicherung wieder rückgängig zu machen. Als sich die (vielfach protestantischen) Stände gegen ihn und König Ferdinand II. erhoben, kam es in der Folge zum 30-jährigen Krieg (1618-1648).


Vor allem nach der "Schlacht am Weißen Berg", bei dem die Stände den katholischen Truppen unterlagen, wurden alle Nicht-Katholiken unterdrückt, protestantische Führer wurden ermordet; in Prag wurden 21 bedeutende Personen hingerichtet. Andere wurden enteignet und anschließend vertrieben. Vor allem auch die früheren Zuwanderer und Siedler aus Schlesien waren protestantisch.


 Böhmen wurde während des 30-jährigen Krieges stark verwüstet.  Richard Neugebauer hat in seiner Chronik beschrieben, dass 1639 eine starke schwedische Einheit von Marienthal nach Lichtenwalde marschierte. Einige seien über die Brücke gekommen und haben angefangen zu plündern. 


Die von der protestantischen Bevölkerung verlassenen Landstriche wurden durch neue deutschsprachige Siedler aus dem Habsburger Reich neu besiedelt.

 
Ob auch die "ersten" Blümel vor diesem Hintergrund aus dem Habsburger Reich als Einwanderer nach Böhmen kamen und dort siedelten oder ob sie schon vorher dort waren, ist mir nicht bekannt. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts kamen viele Zuwanderer aus den Alpenländern ins Gebirge. Es soll sogar eine Aufschwungphase gegeben haben, womit den Habsburger Kaisern die Kriege gegen die Türken finanziert wurde.

 
Erwähnenswert ist außerdem die sog. "Kleine Eiszeit". Über mehrere Jahre musste die ländliche Bevölkerung durch das kühle Wetter Ernteausfälle und in der Folge Hungersnöte und Seuchen durchstehen.

 
Es ist auch die Zeit der Hexenverfolgung und Hexenprozesse in ganz Deutschland und so auch in Österreich. In Böhmen wurden allein 1000 Menschen im späten 17. Jahrhundert und frühen 18. Jahrhundert nach Hexenprozessen hingerichtet (Hexenjagd: Die Geschichte der Hexenverfolgung in Europa von Brian P. Levack Seite 184). Erst Maria Theresia untersagte 1740 in den Ländern der Habsburger Monarchie die Hexenverfolgung.

 

8. Generation - Obergroßeltern - George Blümel und Susanna geb. Taßler


 George Blümel (*18.01.1642, +02.01.1709), Sohn von George Blümel und Justina.


1669 heiratete Georg in Oberdorf die Susanna (* 1644, + 05.02.1687), Tochter des Georg Taßler aus Oberdorf. Susanna verstarb 1687 in Oberdorf bei der Geburt eines Kindes im Alter von 42 Jahren. Beide dürfte bis zu ihrem Tode in Oberdorf 10 gelebt haben.

 Schreibweisen des Familennamens:

Trauungseintrag 1669: George Blümel des (Vaters) Georg Blühmels
Geburtseintrag des Sohnes Georg 1676: Vatter George Bliemel von Herrenfeldt

Sterbeintrag Susanna 1687: Susanna Bliemelin

Sterbeeintrag Georg 1709: Geörge Bliemmel

Georg Blümel - Geburtseintrag (linkes Bild) und Sterbeeintrag (rechtes Bild)

Heiratseintrag von Georg Blümel und seiner Frau Susanne geb. Tassler

Sterbeeintrag der Susanne Blümel)


 Die in tschechischer Sprache verfassten Katastereinträge besagen, dass ein Gyrzik Blymel (Georg Blümel) 1651 insgesamt 25 Strich Bezeichnung für die Größe der Bauernhöfe: Ein ganzer Hof war ein kompletter Hof mit ca. 21 Ha Grund (auch 74 Strich). Ein halber Hof (Halber Bauer) war ebenfalls ein kompletter Hof, allerdings nur mit ca. 10 Ha Grund (ca. 37 Strich). Ein Viertelhof (Viertel Bauer) war ein kompletter Hof mit ca. 5 Ha Grund (ca. 18 Strich). Halbe und Viertelhöfe resultierten oft aus der Zerteilung eines größeren Hofes. Ein Hof wurde auch als Hufe bezeichnet.
Zur Berechnung: 1 Strich sind ca. 0,287732 Ha. Ein ganzer Bauer hatte 74 Strich Grund = ca. 21 Ha, Halbe oder Kleinbauern besaßen etwa die Hälfte.
Steuer: Ein Ganzbauer hatte ca. 2 Pfund zu versteuern. Ein Halbbauer hatte 1 - 1,5 Pfund zu versteuern. Ein Viertelbauer hatte unter 1 Pfund zu versteuern
Felder hatte. Im Herbst hatte er auf den Feldern 3 Strich Wintersaat und im Frühjahr 13 Strich Sommergetreide angebaut.
9 Strich lagen brach. Auf dem Grund war ein kleines Bauernhaus. Außerdem hatte er 1 Gespann, 4 Kühe und 4 Kälber

Welche Ereignisse gab es in ihrem Leben ?

Historischer Rahmen

Karte des Heiligen Römischen Reiches 1648 / Map of Holy Roman Empire 1648
Putzger – Historischer Weltatlas, 89. Auflage, 1965


Österreich stieg unter Leopold I. aus dem Hause der Habsburger, zur Großmacht auf. Er war u.a. ab 1656 König von Böhmen und von 1658 - 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. In seine Zeit fallen sowohl die Expansionsgelüste des französischen Sonnenkönigs Ludwigs XIV. als auch die 2. Belagerung der Stadt Wien durch die Türken.

 
In den jungen Jahren des Georg Blümel erlebte dieser die Belagerung Wiens durch die osmanischen Truppen im Jahre 1683, die wohl für viel Ängste bei der Bevölkerung gesorgt haben dürften. Besonders als einige Vororte Wiens durch türkische Truppen niedergebrannt und deren Einwohner ermordet oder verschleppt wurden. Letztlich wurden die türkischen Truppen durch die Habsburger Truppen besiegt.  Der Machtbereich des Habsburger Reiches wurde sogar noch erweitert durch den Gewinn Ungarns, welches nun ebenfalls zum Habsburger Reich gehörte.


 Im Jahre 1680 kam es in Böhmen zu einem Bauernaufstand, den sogenannten Robotunruhen. Diese wurden insbesondere durch die hohen Steuerforderungen aus Wien und den schlechten Lebensbedingungen der Bevölkerung durch die großen Hungersnöte und Pestepidemien ausgelöst. Den Bauern wurde anschließend mit dem "Pardubitzer Pragmatica" zugestanden, dass sie nur noch an 3 Tagen in der Woche für Ihre Grundherrschaft Robotdienste (Arbeitsdienste/Fronarbeit) leisten mussten.


 Zu  Lebzeiten von Georg Blümel gab es einige bekannte Persönlichkeiten: Isaac Newton, Johann Sebastian Bach oder Benjamin Franklin. In London gab es 1666  einen großen fast halbjährigen Brand und in Amerika wurden 1689 die Bill of Rights verabschiedet.

Am 25. Juli 1661 hat es in Rokitnitz einen Großrand gegeben, welcher das "ganze Städtchen einäscherte", so die Historische Notiz über die Pfarrkirche Aller-Heiligen-Gottes des Pfarrers Anton Karger von 1871.

 

7. Generation - Obereltern - Georg Blümel und Rosina geb. Pohl

Georg Blümel (* 09.02.1676, + 12.05.1742) Sohn von George Blümel und Susanne geb. Tassler.

Georg (der Jüngere) heiratete ein halbes Jahr nach dem Tode seines Vaters (1709) die Rosina Pohl aus Niederdorf, eine Tochter von Merten Pohl dem Jüngeren und seiner Frau Susanne geb. Gabriel.


1718 wurde in Oberdorf der Sohn Johannes in Neuhof geboren. Im Taufeintrag war der Beruf des Georg als - Schaffer im Neuforwerk- eingetragen.


Familie Georg und Rosina Bliemel kauften 1727 das Haus Niederdorf  Nr. 20. Kurz bevor Georg starb erwarb der Sohn Johann Bliemel das Haus.


Georg verstarb 1742, seine Ehefrau Rosina 1747 im Alter von 61 Jahren.


Schreibweisen des Familennamens:
Geburtseintrag 1676: George, Vatter George Bliemel von Herrnfeldt
Heirat 1709: Geörge Bliemel , Geörge Bliemels Sohn
Sterbeeintrag Georg 1742: Geörge Blimel
Sterbeeintrag Rosina 1747: Witwe des Geörge Bliemel
 

Georg Blümel - Taufeintrag (linkes Bild) und Sterbeeintrag (rechtes Bild)

Rosina Pohl - Taufeintrag (linkes Bild) und Sterbeeintrag (rechtes Bild) Heirat von Georg Blümel und Rosina Tochter des Mertin Pohlens

 

6. Generation - Alturgroßeltern - Johannes Blümel und Rosina geb. Frimel

Niederdorf, Haus Nr. 39

Johannes Blümel (* 05.10.1718, + 05.02.1799), Sohn von Georg Blümel und Rosina Pohl

 
 Johannes Blümel heiratete 1742 die aus Batzdorf stammende Rosina Frimel (1729-1791), Tochter von Christoph Frimel.
Das zuvor von seinem Vater erworbene Grundstück Niederdorf 20 wurde im Jahre 1759 an den Heinrich Kastner verkauft. 1762 zog Johann mit seiner Familie nach Niederdorf Nr. 39.


Aus der Ahnenforschung des Friedrich Zerbs ist zu lesen, dass der Garten Niederdorf Nr. 39 einem Hans Frindt gehörte, der ihn 1641 an den Simon Rott (auch Roth) verkaufte.


Nachdem Rosina Frimel verstorben war, heiratete er im Jahre 1794 im hohem Alter von 65 Jahren die erst 47-jährige Veronika Windt.
 

Heirat Johann Blümel und Rosina Frimel -1747- (linkes Bild) und Veronika Windt -1794- (rechtes Bild)


 Das Grundstück Nr. 39 war im Kataster mit den Nummern 147, 148 und 149 eingetragen und grenzte an Haus Nr. 38 in dem ebenfalls eine Blümel-Familie wohnte. Das Anwesen Nr. 39 war insgesamt etwas kleiner als Haus Nr. 38.
 Im Robotverzeichnis von 1777 ist Johann (Hans) Blümel als Gärtner ebenfalls mit der Haus Nr. 39 verzeichnet. Ein Gärtner war zur damaligen Zeit kein Gärtner im heutigen Sinne, vielmehr waren mit dieser Bezeichnung die sog. Gartenbauern gemeint. Diese hatten ein Haus mit einem meist sehr kleinen Grundstück. Da das Grundstück nicht ausreichend war, um eine Familie zu ernähren, dürfte Johann (Hans) Blümel auch als Handwerker gearbeitet haben.
 
Schreibweisen des Familennamens:
Geburtseintrag des Johannes 1718: Vater Geörge Blimel
Heirat 1742: Joannes Blimel
Sterbeintrag 1799: Johann Blümel, Ausgedingsler, Alter 83 Jahre

 

Johann Blümel - Taufeintrag (linkes Bild) - Sterbeeintrag (rechtes Bild)

Rosina Frimel- Taufeintrag (linkes Bild) - Sterbeeintrag (rechtes Bild)

 

Historischer Rahmen

Johannes dürfte die Wirren des Siebenjährigen Krieg von 1756 - 1763 (auch Schlesischer Krieg genannt) und die Schlachten in Böhmen 1756 bei Lobositz oder 1757 bei Prag mitbekommen haben. 1758 drangen preußische Truppen bis zur Festung Olmütz vor, welches von den österreichischen Truppen erfolgreich verteidigt wurde. Im Ergebnis fiel Schlesien am Ende mehrerer Kriege an Preußen.

 
In den Jahren 1770 und 1771 hatte es im Adlergebirge schlechte Ernten gegeben wodurch es zu einer Hungersnot gekommen war. Etwa 10 % der Bevölkerung starben.


 In die Lebenszeit von Johannes Blümel fielen aber ebenso wesentliche Änderungen der Freiheitsrechte. In Amerika endete 1783 der Unabhängigkeitskrieg und 1786 wurde die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. 1789 kam es in Frankreich auf den Sturm des Bastille und 1791 zur ersten Französischen Verfassung.


 Sein Leben als Bauer dürfte hauptsächlich durch die Leibeigenschaft zu seinem Grundherrn und den damit verbunden Frohndiensten geprägt gewesen sein, welche erst ab 1781 in eine gemäßigtere Erbuntertänigkeit gewandelt wurde.

 

5. Generation - Altgroßeltern - Johann Franz Blümel und Anna Maria geb. Geißler

 
Johann Franz Blümel (02.07.1749, + 24.03.1810), Sohn von Johannes Blümel und Rosina Frimel.


 Johann Franz Blümel wurde 1749 noch in Niederdorf 20 geboren. Als junger Mann erlebte Johann Franz den Sturm auf die Bastille, die Französische Revolution und die sich anschließenden Napoletanischen Kriege.


 Im Josephinischen Kataster war der Grundbesitz zunächst auf den Vater Johann (Hans) Blümel eingetragen.

Kataster zu Haus Nr. 38 von 1787 (linkes Bild) sowie Einträge zu Haus Nr. 38 und 39 im Robotverzeichnis von 1773


Der Vater Johann Franz verkaufte seinen Grundbesitz am 11.03.1789 an seinen jüngsten Sohn Johann Franz Blümel zu einem Preis von 233 Gulden und 20 Creutzer.


Übersetzung des Leittextes: „Erbkauf des Franz Blümels in Niederdorf Rockitnitz umb das Hauß und Feldgarthen Sub. N. 39.
Heunt unten gesetzten Dato (= 11. März 1789) ist bies auf gnädigste Confirmation Ihro Hoch Reichs Größt. Gnaden, des Hoch und Wohlgeborene Herrn Herrn Joseph des Heilligen Römischen Reichs Grafen von Nostitz und Rhieneck, Erbherr der Herrschaft Rokitnitz als unter gnädigst und hoch gebittendeste Erb und Grund Obrigkeit, nach folgender Erb Kauf abgehandelt und beschlossen worden; nehmlich:
Es verkaufet Johann Blümel der Eltere sein bieshero ingehabt und besessenes Hauß samt Feldgarthen in Niederdorf Rokitnitz Sub N. 39 so zwischen Caspar Böhms und Hanns Blümels des jüngern Güttern und Gräntzen in Behörigen Rheinen imer lieget, wie solchen er und seine Vorfahrer genutzt und gebraucht haben, seinem jüngsten Sohn dem Franz Blümel in einer Haupt und Kauf Summa vor und umb 200 ß (= Schock) Meißnisch oder 233 R. 20 fr. Reinisch …“

5 Seiten über den Erbkauf des Sohnes Franz Blümel von seinem Vater Johannes Blümel.

 1788 heiratete Johann Franz die aus Hohen Erlitz 56 stammende Anna Maria Geißler, Tochter von Hans Josef Geißler und Elisabeth Wasel.
 Der Vater Johann (Hans) Blümel verstarb 1799 im Alter von 81 Jahren.
Johann Franz verstarb 1810 im Alter von 60 Jahren an Lungensucht.

Johann Franz Blümel - Geburt (linkes Bild) und Sterbeintrag (rechtes Bild)

 4. Generation - Alteltern -Joseph Blümel und Anna Catharina geb. Lux

Joseph Blümel (*28.10.1789  +19.06.1870), Sohn von Johann Franz Blümel und Ehefrau Anna Maria Geissler


Ein Jahr vor seiner Heirat mit Anna Catharina Lux bekam Joseph Blümel das Grundstück seines Vaters Johann Franz vollständig überschrieben.


Übersetzung des Leittextes:


„Joseph Bluml übernimmt am heut unten gesetzten Tag und Jahr (= am 18. November 1817) mit Bewilligung des löblichen Herrschaft Rokitnitzer Wirthschaftsamtes in Folge väterlicher Franz Blümlischer letzwilliger Anordnung de pros. 26. März 1810 N. Exh. 61 jud. aus Handen seiner Mutter Maria Blümel und mit Zustimmung aller großjährigen Geschwister das nach dem Erblasser in Gemäßheit des diesfälligen Kaufkontrakts ddto. 11. März 1789 in der Gemeinde Niederdorf hinterbliebene Hauß N. Cons. 39 samt den hinzu gehörigen Grundstücken, und zwar:

An Aeckern (Nr. 147 und 148 … Summa 19 Joch);an Wiesen (Nr. 149 …); Das alles für 500 Gulden

(Am Rande:) Ausgezeichnet im Niederdörfer Hypothekenbuch fol. 73.
Vieh, Getreide, Wirtschaftsgeräte und Kleidungsstücke für 784 fr 5 Dr
Zusammen für 1284 Gulden 5 Kreuzer ….“


Anmerkung: unter den Personen, denen ein Anteil gehört, sind Mutter Maria (Witwe nach Franz Blümel), Erben (Söhne): Joseph (der Käufer), Johann, Wenzel, Franz und Erbinnen (Töchter): Weronika, Karolina, Helene und Theresia genannt.


 Joseph Blümel heiratete im Jahre 1818 in der Pfarrkirche Petersdorf (Petrovice) die aus Petersdorf gebürtige Anna Catharina Lux (1795-1866), Tochter von Peregrin Lux und Theresia Adler.

 
Anna Catharina verstarb im Alter von 70 jahren 1866 an Lungentuberkolose, Joseph verstarb 1870 im Alter von 80 jahren an Altersschwäche.

Geburtseintrag vom 28.10.1789 (linkes Bild, letzter Eintrag) und Sterbeeintragung vom 19.06.1870 (rechtes Bild, dritter Eintrag von unten) zu Joseph Blümel.

 1866 ist in diesem Hause die Hochzeit der Genovefa Blümel mit Isidor Zerbs registriert. Sie wohnte anschließend mit ihrem Mann in Hannchen.

 

Historischer Rahmen

 Ihr Jahrhundert war vor allem durch den Drang nach Freiheit in ganz Europa geprägt. Joseph wurde nur wenige Monate nach dem Sturm auf die Bastille (14.07.1789) und damit dem Auftakt zur Französischen Revolution geboren. Der Französischen Revolution schlossen sich die "Napoleonischen Kriege" von 1792 bis 1815 zwischen Frankreich und den übrigen europäischen Mächten an. Auch Teile des Habsburger Reiches waren im Kriegsverlauf französisch besetzt. Am Adlergebirge gingen die Napoleonischen Kriege allerdings vorbei.

 
Noch unter dem Eindruck der Französischen Revolution und den sich anschließenden Napoleonischen Kriegen hatten sich neue Einheitsgedanken und Freiheitswünsche entwickelt. Wichtige Daten hierzu sind u.a. die Gründung des Rheinbundes 1806, einer Konföderation Deutscher Fürsten, die damit gleichzeitig aus dem Verbund des Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation austraten. Am 06. August 1806 wird das Heilige Römische Reich mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II. beendet.


Nach der größten Feldschlacht der Weltgeschichte, der Völkerschlacht 1813 bei Leipzig, wurden die Napoleonischen Truppen durch Truppen aus Österreich, Preußen, dem Russischen Kaiserreich und Schweden entscheidend geschlagen. Das war auch gleichzeitig das Ende der Befreiungskriege gegen Napoleon. Nach der Niederlage Napoleons wurden 1815 durch den Wiener Kongress die Grenzen in Europa neu festgelegt und neue Staaten definiert. Die Hoffnung nach Erneuerung der Deutschen Reichseinheit wurde durch das Ergebnis des Wiener Kongress beendet.


 Das Kaisertum Österreich gehörte ab 1815 dem Deutschen Bund an. In einer Heiligen Allianz mit Preußen und Russland versuchte die politische Führung die absolute Monarchie zu verteidigen.


 Den Höhepunkt der Forderung nach deutscher Einheit, Freiheit und Demokratie stellt das Hambacher Fest dar, welches 1832 stattgefunden hatte. Hambach liegt in der Pfalz, welches ab 1801 zu Frankreich gehörte und nach dem Wiener Kongress dem Königreich Bayern zugeteilt wurde. Aus der "französischen" Zeit hatten die Bürger die Freiheitsrechte übernommen und versucht, diese gegen die bayerische Zentralgewalt zu verteidigen.


 Nach der Februarrevolution 1848 in Frankreich und der Ausrufung der 2. Französischen Republik kommt es in den Staaten des Deutschen Bundes zur Märzrevolution. Auch in vielen anderen europäischen Ländern eskalieren die Geschehnisse


 Im Habsburger Reich und Vielvölkerstaat Österreich kam es ab März 1848 zu revolutionären Aufständen. Fürst Metternich trat noch im gleichen Monat zurück und floh nach England. Etwa ein halbes Jahr später musste der österreichische Kaiser Ferdinand I. am 02.12.1848 abdanken. Der Thron fiel an den Neffen Joseph, der in Ölmütz  zum neuen Kaiser Franz Joseph I. gekrönt wurde. Letztendlich scheiterte die österreichische Revolution, denn sie wurde blutig niedergeschlagen.


Die Stimmung der Bauern dürften auch auf Joseph und seine Familie gewirkt haben. Als nach den Napoleonischen Kriegen die alten Zustände in Österreich wieder hergestellt werden sollten (Restauration), wehrte sich vor allem die bäuerlich geprägte Bevölkerung und es kam in weiten Teilen des Habsburger Reiches zu Aufständen. Diese schwächten sich erst ab, als am 07. September 1848 die Grunduntertänigkeit und damit die Leibeigenschaft und die Fronarbeit abgeschafft wurde.


Soweit zu den Erlebnissen, die das Leben der bäuerlichen Familien, zu denen Joseph Blümel ja gehörte,  in weiten Teilen beeinflusst haben dürfte. Zwar wurde die strenge Form und die willkürlich ausgeübte Leibeigenschaft der Bauern bereits 1781 in eine gemäßigtere Erbuntertänigkeit abgewandelt, aber damit war trotzdem noch eine wirtschaftliche oder persönliche  Abhängigkeit mit der Herrschaft, dem Grundherrn, verbunden. Erst die Abschaffung der Grunduntertänigkeit (oder Erbuntertänigkeit ) im Jahre 1848 bedeutete für sie, dass Arbeitspflichten für die Herrschaft nicht mehr geleistet werden mussten.

 3. Generation - Urgroßeltern - Peter Blümel und Anna geb. Senftner


 Joseph und Anna Catharina Blümel bekommen 1830 die Zwillinge Peter und Paulus. Mein Vorfahr Peter Blümel heiratete 1862 die aus Kunacice stammende Anna Senftner (1838-1892), Tochter von Antonin Senfter und seiner Ehefrau Anna geb. Tobiaschek.
Peter verstarb 1890 im Alter von 60 Jahren an einem Magengeschwür. Seine Ehefrau Anna 1892 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Bis zu ihrem Tode lebten beide in Niederdorf 39.

 

Historischer Rahmen

 In ihre Zeit fällt vor allen Dingen der Preußisch-Deutsche Krieg von 1866 und der Deutsch-Französische Krieg von 1870-71.  Der Preußisch-Deutsche Krieg war die militärische Auseinandersetzung zwischen Preußen und dem Deutschen Bund unter österreichischer Führung. Österreich unterliegt den preußischen und verbündeten italienischen Truppen in der Schlacht bei Königgrätz. In der Folge wird der Deutsche Bund aufgelöst und Österreich schied als deutscher Staat aus. Preußen übernimmt die Vormacht in Deutschland und gründet den Norddeutschen Bund.


 Bedingt durch die Niederlage Österreichs im Preußisch-Deutschen Krieg kam es auf Grundlage eines Österreichisch-ungarischen Ausgleichs (1867) zur sog. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn (von 1867 - 1914) oder auch Donaumonarchie.


1870 erklärt Frankreich den Preußen (bzw. dem Norddeutschen Bund) den Krieg. Frankreich unterliegt in dem Krieg dem verbündeten Norddeutschen Bund und den süddeutschen Staaten (Königreich Bayern,  Königreich Württemberg und Großherzogtum Baden).

Unter Ausschluss Österreichs kam es in der Folge zu einer Einigung der deutschen Staaten und zum 1. Deutschen Reich unter Kaiser Wilhelm I.

2. Generation - Großeltern - Conrad Blümel und Barbara geb. Köhler


 Peter und Anna Blümel bekamen 1874 Sohn Conrad.

Conrad Blümel heiratete die aus Grün bei Marienbad gebürtige Barbara Köhler am 12.08.1902 in Einsiedl. Beide lebten bis 1912 in Einsiedl. Er arbeitete dort als Müllergeselle.

Ab 1912 lebten sie in Kürbitz, wo Conrad als Oberschweizer im Rittergut arbeitete. Er verstarb mit letztem Wohnsitz in Kaufungen. Seine Ehefrau Barbara wohnte zuletzt in Plauen, Kasernenstraße 17.


Aus der Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor:

Max Blümel, * 22.03.1902 Einsiedl,
Konrad Blümel, * 20.03.1903 Einsiedl,
Friedericke Franziska Blümel, * 13.07.1906 Einsiedl und
Romanus Engelbert Blümel, mein Vater.

 

1. Generation - Eltern - Romanus Blümel und Margarete geb. Bleisch


 Mein Vater Engelbert Romanus Blümel, der 1913 in Kürbitz geboren und dort aufgewachsen war, heiratete am 31. März 1945 in Plauen die Löterin Rosa Helene Schimpf. Beide wohnten in Kürbitz Nr. 2.


Nach dem Kriege kam Romanus in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 13. Juni 1945 mit 40 Reichsmark entlassen wurde. Die Entlassungspapiere wurden von Ernest F. Sharpe 1st Lt. vom 30th Division Disarmed German Forces Camp, unterzeichnet.


 In der Folgezeit bekamen Romanus und Rosa einen Sohn Horst und eine Tochter Christel, die beide in Plauen aufwuchsen. 

 
Etwa 1950 flüchtet Romanus aus der russisch besetzten Zone in den freien Westen und wurde zunächst als Bergarbeiter in Marl ansässig. Rosa wollte nicht mit in den Westen und blieb mit ihren Kindern zurück. Die Ehe wurde daraufhin geschieden. 

 
Romanus wohnte zunächst in Marl-Brassert, Ringstraße 39c, anschließend in der Schüttfeldstraße 30 (1950) und danach in der Bonifatiusstraße 22 (1951). Ende 1951 zog er nach Monheim, Poetenstraße 3.


 1952 lernte Romanus meine Mutter Margarete Bleisch kennen. Beide heirateten noch im gleichen Jahr am 31.12.1952 und wohnten danach in Opladen, Haus-Vorster Straße 78.


Margarete war gebürtig aus Breslau. Sie wohnte in ihrer Jugend mit ihrer Mutter Hedwig Bleisch in Breslau 21, Viktoriastraße 24, sowie etwa ab 1936 in der Höfchenstraße 23.
Mein Vater Romanus verstarb im Alter von 63 Jahren am 24.09.1976 in Sinzig/Rhein, wo er auch beerdigt wurde.
Margarete verstarb im Alter von 90 Jahren am 28. April 2007 in Mainz.
 
Max Blümel, ein älterer Bruder von Romanus Blümel, lebte bis zu seinem Tode, Anfang der 70er Jahre, in Herford.

Weitere Blümels in und um Rokitnitz

 

Aufzeichnungen zu Niederdorf, Haus Nr. 10


Am 31.02.1790 ist hier der Tod der Veronika Blümel, Witwe des Ausgedingsler Johann Blümel, vermerkt.
 
 

Aufzeichnungen Niederdorf, Haus Nr. 16


Dort lebte Familie Heinrich Blümel ab Mitte des 18. Jahrhundert. Ob eine Verwandtschaft besteht, ist nicht bekannt.
 

Aufzeichnungen zu Niederdorf, Haus Nr. 34


 Familie Burggrapke - vor/ab ca 1750)
Im Josephinischen Kataster Nr. 891 von 1787 ist für Haus Nr. 34 Wenzel Burggrable eingetragen.
Eine Aufzeichnung des Ackerland-Buches von Rokitnitz enthält einen Vertrag vom 02.11.1811 zwischen Vaclac Bruggrapke mit seiner ältesten Tochter Barbora. Sie übernahm das Haus (0,3 Hektar) für 150 Gulden. Die Töchter Theresia und Katarina versuchten ebenfalls das Erbe zu erhalten. Sollte Barbora nicht in der Lage sein, sich um das Haus zu kümmern, würde das Erbe an Katarina über gehen.
Quelle: Regionalarchiv (Statni oblastni Archiv) Zamrsk zu Rokytnice Nr 1215 (Nr 131) Ackerlandbuch (Pozemkova kniha) von 1775-1814.
 
Katarina Burggrapke (*1782) heiratete Vaclav Blümel (*1779) und zog in dessen Elternhaus, Niederdorf Haus Nr. 38
 

Aufzeichnungen zu Niederdorf, Haus Nr. 38


Die Aufzeichnungen zu dieser Blümel-Familie gehen bis zu Johann Blümel (* um 1746) zurück. Er war mit Anna-Maria verheiraten, die um 1749 geboren war.
Im Robotverzeichnis von 1777 ist Johann mit dem Namen Hans Blümel als Halber Bauer in Niederdorf Nr. 38 verzeichnet.

 

Rokitnitzer Robotverzeichnis aus dem Jahre 1777 zu den Hausnummern 38 und 39 in Niederdorf

Anm.: Aus der Ahnenforschung des Friedrich Zerbs ist zu lesen, dass  1646 Hans Titz vom Vater Christof das Gütel Niederdorf 38 (GbD.fol. 44) kauft.


Am 3. Juli verstarb Magdalena, Tochter des Johann Blümel.
Am 8. November 1790 wurde auf Johann Blümel aus Niederdorf 38 ein Handkaufbrief im Namen des Grafen Josef von Nostiz und Rieneck ausgestellt. Inhaltlich bezeugt das Dokument, dass Johann Blümel sich aus den Lehnsdiensten seiner Herrschaft freikaufte und keine Robot mehr leisten musste. Er war ab diesem Zeitpunkt ein "Freibauer" und auch die Nachfahren waren  frei von Lehnsdiensten. Der Handkaufbrief stellt geschichtlich zumindest regional ein sehr seltenes Dokument dar, welches in gleicher oder ähnlicher Form bisher nicht gefunden wurde.

Handkaufbrief des Johann Blümel von 1790
 

Größe des Grundbesitzes Nr. 38
Die Größe des Grundbesitzes ergibt sich aus dem Josephinischen Kataster (siehe auch Seite Dokumente). Danach waren für Hans (Johann) Blümel insgesamt 3 Grundstücksnummern eingetragen (150, 151, 152 ). Der Grundbesitz hatte ausweislich dieser Dokumente eine Gesamtgröße von 32 Joch und 1110 Quadratklaftern Ackerland (ca. 19 Ha) und 1532 2/3 Quadratklaftern (ca. 1 Ha) Wiesen.
{tip Joch und Klafter: Die Längen- und Raummaße waren je nach Ländern recht unterschiedlich.Die nachfolgende Auflistung entspricht den damaligen österreichischen Maßeinheiten. Als Längenmaß entspricht 1 Klafter der Spanne zwischen den ausgestreckten Armen eines erwachsenen Mannes,dies waren ca. 1,89 m. Als Raummaß entsprach es 3-4 qm Holz. Ein Joch waren in Niederösterreich 57,55 a oder 1600 Wiener Quadratklafter, dies entspricht ca. 0,575 Ha = 5750 qm. Ein Joch entspricht etwa 1 Morgen. 1,9 Joch waren also etwa 1 Ha. 32 Joch entsprachen somit ca. 19 Ha Ackerland. 20Ha = 200000qm (z.B. 447 m x 447 m)}Maßeinheiten Klafter und Joch{/tip}

Nr. 150 bestand aus 6 Joch Ackerland,
Nr. 151 bestand aus 26 Joch und 1110 Quadratklaftern Ackerland,
Nr. 152 bestand aus 1 Joch und 1532 2/3 Quadratklaftern Wiesen.
 
Johann Blümel kaufte das Grundstück Nr. 38 für 5010 Gulden.
Der Grundbesitz wurde am 01.01.1808 von Hans (Johann) Blümel zum Preis von 1.000 Gulden an seinen Sohn Wenzel Blümel (*15.10.1779) verkauft.
Wenceslaus (Wenzel) Blümel heiratet Anna Maria Burggrapke, die Tochter aus dem Hause Burggrapke (Haus Nr. 34).
 
1836 wurde der Grundbesitz zwischen Wenzel Blümel sen. und dessen Sohn Wenzel Blümel jun. (* 11.08.1801) durch Teilverkauf vertraglich neu geregelt.
Nach dieser Aufteilung behielt Wenzel Blümel sen. noch 20 Joch und 62 Quadratklafter Ackerland und 1 Joch und 1532 2/3 Quadratklaftern Wiesen.
Sein Sohn erhielt einen Grundstückanteil von 12 Joch und 1048 Quadratklafter Ackerland sowie 1 Joch und 643 Quadratklafter Wiesen.
Wenzel Blümel sen. und seine Frau Anna Maria -Katharina- Burggrapke verstarben noch im gleichen Jahr.
 
Wenzel Blümel jun. heiratete am 21.11.1836 die Anna Maria Theresia Kuspel.
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